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Eckardtsberger Säuerling

Artikelnummer: 13004
 von Uta Ribbert. Die Geschichte eines Gartens und seiner Familie aus Coburg.

Im Sommer 1976 hat ein alter Weinstock am Eckardtsberg noch einmal die schönsten Trauben angesetzt. Die Gartenbesitzer beschließen, daraus Wein zu keltern, einen „Eckardtsberger Säuerling“. So beginnt die Coburger Garten- und Familiengeschichte der Journalistin und Buchautorin Uta Ribbert. Sie führt zurück ins 11. Jahrhundert, als die Benediktinermönche des Klosters Saalfeld anfangen, an vielen Hängen in Coburg und Umgebung Wein anzubauen. Um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert werden die meisten Weinberge in Gärten verwandelt. Die Regenten geben dem Druck der Bürger nach, die aus der mittelalterlichen Stadt ins Freie streben, Gärten anlegen, Gartenhäuser bauen.
Die Mitglieder des 1829 gegründeten Gartenbauvereins testen aus, welches Obst und Gemüse, welche Blumen sich für das raue oberfränkische Klima und die lehmigen Böden besonders eignen.
Dem Gartenbauverein gehören auch zwei Lehrer an, die Urgroßväter der Autorin. Der eine erwirbt am Ende des 19. Jahrhunderts den großen Garten am Eckardtsberg und wohnt fortan mit seiner Familie von Frühjahr bis Herbst im Gartenhaus, um sein Grundstück zu bewirtschaften.
Der andere ist Dorfschullehrer in Seidmannsdorf, züchtet Bienen und Rosen. Seine Söhne schickt er aufs Casimirianum, damit sie im Geiste des Humanismus erzogen werden. Die Autorin schildert das Leben eines Lehrers und Kantors auf dem Dorf vor 100 Jahren und das seiner Ehefrau, die für das Vieh- und die Feldarbeit zuständig ist.
Zu Beginn des Ersten Weltkriegs zieht der ältere Sohn des Dorflehrers als Freiwilliger in den Krieg und fällt auf französischem Boden. Der Enkel erleidet 22-jährig im Westfeldzug 1940 das gleiche Schicksal.
In Coburg ernährt der Garten die Familie in den Kriegs- und Nachkriegsjahren. In den folgenden fünf Jahrzehnten kehrt die inzwischen nach Westdeutschland abgewanderte jüngere Generation immer wieder besuchsweise ins Elternhaus im großen Obstgarten zurück. Getreu dem Familien-Credo „Es darf nichts verkommen“ werfen sie sich in die Ernteschlacht. Ihren Kindern aber sind manche Früchte des fränkischen Gartens bereits fremder als Kiwis aus Neuseeland ...

Autor: Uta Rippert
Verlag: © 2009 Veste-Verlag Roßteutscher
ISBN: 978-3-925431-04-3
Seitenzahl: 252
Format: 19,7 x 13,7 cm